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session2017:historisch

Historischer Populismus

Muss noch geordnet und sortiert werden

  • Populismus inflationär gebraucht und mit Social Media und aktuellen Entwicklungen assoziiert (Trump etc), aber Populismus ist älter.
  • Rhetorik: Lehre der Überzeugungskunst
  • Demagogie: Volksverhetzung
  • Verbindung zu Sprache
  • Sprache von Trump: sehr einfach, Wiederholungen, auch etwas positives, komplexe Sachverhalte einfach runterzubrechen
  • Schreiben, um von möglichst vielen nicht verstanden zu werden
  • System ist so designed, dass Outsider nicht hineinsehen können
  • Sprache als Herrschaftsinstrument und Distinktionsmerkmal. Sprache als Verbindungs- und Trennungselement
  • Wer versteht mich überhaupt?
  • Simple Rhetorik von Trump, die er benutzt, um gesellschaftlich schwache Schichten anzusprechen
  • Für ganz bestimmte Zielgruppe wird die Sprache reduziert
  • Symbole, die das Volk ansprechen. Bildliche Sprache.
  • Spiel mit Ängsten der Leute
  • Positiv, dass man viele anspricht
  • Was macht den Populismus aus? Was macht ihn zu etwas Negativem?
  • Grundsätzlich nicht negativ: Man spricht viele Leute an. Hängt an Charakter der Peron, ob man es für etwas Negatives nutzt
  • Meinungsvielfalt der Bevölkerung wird zusammengefasst
  • Viele Einzelmeinungen werden zusammengezogen zu einer Meinung: Verkürzt. Opportunistisch. Oft kein realistischer Lösungsansatz.
  • Medien können populistisch sein, hängt nicht an einer Person. NPD hält sich stetig ohne einzelne Person.
  • Kirche als Institution, die populistisch agiert hat (Hexenverbrennungen, Inquisition, Religionskriege, Verfolgung)
  • Populismus funktioniert nur, wenn die Botschaft bei den Leuten ankommt.

Beispiele für historische populistische Medien: - Forum - Volksempfänger - Stammtisch - Mittelalter - Flugblätter - Sonntagsmesse - Am Jahrestag zur Niederschlagung des Putsches hat sich Erdogan auf sämtliche Smartphones schalten lassen

Bei Nazis: Angefangen als revolutionäre Bewegung (korrupte Elite gegen Volk). Sobald sie die Macht hatten, haben sie Randgruppen als Sündeböcke gesucht. Wie stark ging es bei Hitler um die einzelne Machtperson?

Lösungen des Populismus vielleicht deshalb so ansteckend, weil sie mit den Ängsten spielen, die sie schon haben Man kann Leuten auch Ängste einreden

Worte, die Bilder im Kopf erzeugen: „Flüchtlings-Welle“

Doppeldynamik: Wir können überall hinreisen; gedanklich ins Kleinstaatliche zurück. Erzeugung eines künstlichen Feindes, künstliches Schreckensgespenst

Wo unterscheidet sich gute Rhetorik von Martin Luther King von schlechter? „I have a dream“-Rede von King war auch einfach, aber hat nicht Menschen gespaltet.

Es gibt auch linken Populismus, G20, „Alle Bullen sind Schweine“ Populismus hat viel damit zu tun, dass man sich von jemandem abgrenzt

Wahrscheinlich kann man auch im guten Zweck Populist sein.

Elitärer Populismus und revolutionärer Populismus

Klare Gruppenzuordnungen

Amerika/Kuba DDR-Rhetorik Putin

Berlusconi Irgendwann lässt man Leuten alles durchgehen. Verhalten kann sehr stark begünstigt werden, wenn es verharmlost wird.

Es gibt auch Populismus, der sich an Gebildete richtet. Schwierig, da auch wir Leute sind, die sich Populismus nicht entziehen können Die meisten Spiele, die wir kennen, sind populistisch. Man hat Spaß an Videospiel, wenn man konkretes Ziel verfolgt Mainstream-Entertainment

Fazit: Vier spannende Punkte:

  • Revolutionärer Populismus und Populismus, der dem Machterhalt dient.
  • Wie die Leute den Populismus rübergebacht haben: Medien/Transportmittel, über die Populismus transportiert wurde
  • Instrumentalisierung der Angst. Element, das sich durch die Historie durchzieht. Populismus als Aufziehen eines Feindbilds.
  • Rolle der Sprache.
session2017/historisch.txt · Zuletzt geändert: 30.07.2017 13:05 von coco