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projekte2017:weihnachtsbaum

PopuliXmas

Team:

  • Simone Dietsche
  • Müge Bulazar
  • Daniel Nußbaumer
  • Holger Becker
  • Florian Dietsche

To-Do Liste Sonntag

  • Umschaltung der Charaktere je nach Sprecher
  • Score-Berechnung korrigieren
  • Anfang und Ende (Overlay) implemetieren
  • Anfang und Ende: Welche Texte werden angezeigt etc.
  • Win Screen
  • Font aussuchen
  • Texte evt. drastischer machen (damit häufiger Punkte möglich sind), insbesondere schon früher populistische Stellen einbauen (im Moment 7. Text)
  • Sprecher überprüfen
  • Feedback-Effekt bei Treffer bzw. falschem Click (Graphik, Räusper-Sound und Implementierung)
  • Evtl. Graphik für Punktanzeige
  • Controller-Steuerung (evtl. noch kleiner Bug)
  • Testversion bereitstellen und testen

Nice to have

  • Hintergrundmusik
  • Spiel verlassen

Spielprinzip

Die Spieler verbringen eine Weihnachtsfeier im Kreis der Familie und müssen ihre Familienmitglieder davon abhalten, populistisches Gedankengut zu verbreiten.

Drei Familienmitglieder:

  • #0: Oma Hilde: national-konservativ
  • #1: Onkel Heinz: Prolet
  • #2: Enkelsohn Tjorben: links-alternativ

Local Multiplayer Game

Man sieht jeweils ein Familienmitglied sprechen. Die Sätze erscheinen nach und nach. Es ist jeweils in den Sätzen kodiert, welche Abschnitte populistisch sind und welche nicht und wie stark populistisch sie sind. (Dies ist eine rein interne Kodierung, die nicht den Spielern angezeigt wird.)

Sobald der erste Spieler während eines populistischen Abschnitts clickt, bricht der populistische Abschnitt ab und der Spieler bekommt Punkte je nachdem wie stark populistisch die Aussage war. Clickt ein Spieler während eines Abschnitts, der NICHT populistisch ist, bekommt der entsprechende Spieler Minuspunkte. Ein entsprechender Effekt wird den Spielern angezeigt (kurzes Räuspern)

1. Textentwurf

Oma Hilde, Onkel Heinz und Enkelsohn Tjorben Eckermann sitzen am Tisch an Weihnachten

Personen

Oma Hilde: 80 Jahre jung, Fabrikarbeiterin in der Textilindustrie in Rente

Onkel Heinz: 55 Jahre jung, Automechaniker, schwärmt für Schalke 04, trifft sich gerne mit seinen Freunden aus dem Sportschießverein in der Eckkneipe „Zur goldenen Gans“, und schraubt an seinem Auto

Enkelsohn Tjorben: Student der Philosophie, engagiert sich für Greenpeace, und aktives Mitglied der Jungen Grünen. Sein letztes Projekt vor Weihnachten. Abseilen von der Brücke um einen Castor-Transport auf dem Neckar zu stoppen.

  • 0. Oma Hilde: Meine Lieben, wer möchte den Nachtisch…
  • 1. Onkel Heinz: Was gibt es denn Leckeres ?
  • 2. Oma Hilde: Schokoladenpudding mit Erdbeeren
  • 3. Tjorben: Hast du für den Schokoladenpudding auch Biomilch von einem örtlichen Bauern verwendet? Die Bauern werden zu einem Hungerlohn zu Agrarsklaven gemacht, und der Staat schaut regungslos zu
  • 4. Oma Hilde: Das Geld das ich da mehr bezahlen würde kommt doch auch nicht bei den Bauern an! Wer Geld ohne etwas zu tun verdient sind immer nur die Anzugträger im schicken Büro. Ich kaufe ganz normale Milch. Wenn es dir nicht schmeckt, brauchst du ja keinen Nachtisch nehmen. Die Biomilch kommt doch auch nur von reichen Bauern
  • 5. Tjorben: Naja okay, deinen guten Schokopudding möchte ich dann trotzdem haben.
  • 6. Onkel Heinz: Junge, ihr Jungen macht euch einfach zu viel Gedanken zu eurer Umwelt. Wir sind damals mit dicken Autos rumgefahren, und die Welt steht immer noch. Solange es Erdöl gibt sage ich nur: Weg mit dem Scheiß!
  • 7. Tjorben: So kann man doch nicht argumentieren. Diese extremen klimatischen Bedingungen heutzutage sind genau durch dieses Verhalten gekommen. Ihr seid die Katalysatoren der Erderwärmung. Ihr werdet der Welt nur noch 50 Jahre zum Atmen geben!
  • 8. Oma Hilde: Meine Lieben, es ist doch Weihnachten. Ich bringe mal die Geschenke.
  • 9. Oma Hilde: Hier nur eine Kleinigkeit von mir. Ihr wisst ja meine Rente ist nicht so üppig.
  • 10. Onkel Heinz: Jaja, wer hart arbeitet bekommt nicht viel zum Schluss.
  • 11. Oma Hilde: Naja aber es kommt von Herzen. Hier mein Junge!
  • 12. Tjorben: (Raschel) Oh ein Weihnachtspullover. Danke Oma, das weiß ich doch der kommt von Herzen. Und der zweite Pullover für meine Freundin?
  • 13. Oma Hilde: Ja genau!
  • 14. Onkel Heinz: Gut, dann hat sie mal was anständiges an, und läuft nicht immer bauchfrei und im Minirock in die Autowerkstatt zur Arbeit.Dann denken meine Kunden nicht, dass wir noch in einem anderen Gewerbe taetig sind.
  • 15. Oma Hilde: Heinz!!!, das Mädchen darf anziehen was sie will. Sie arbeitet ja in der Verwaltung und nicht als Mechanikerin
  • 16. Onkel Heinz: Naja, aber dennoch in der Werkstatt. Ich sag ja schon immer Frauen und…
  • 17. Oma Hilde: Heinz, ist jetzt gut. Ist doch toll, wenn Frauen sich auch für Technik begeistern. Das Mädchen darf anziehen was sie will.
  • 18. Onkel Heinz: Da braucht sie sich nicht wundern, das sie immer „angemacht“ wird.
  • 19. Tjorben: Hör bitte auf über meine Freundin so zu reden. Ich muss euch da noch was erzählen…
  • 20. Oma Hilde: Streitet euch nicht an Weihnachten!
  • 21. Tjorben: …ja eben. Das ist für dich Oma.
  • 22. Oma: Oh, ein Handy. Das wäre doch nicht nötig gewesen.
  • 23. Heinz: Da sieht man mal wieder. Oma freut sich über ein Tastenhandy, und die Flüchtlinge bekommen alle ein High-Tech Smartphone.
  • 24. Tjorben: Für Oma reicht das doch. Mehr als Telefonieren braucht sie doch nicht.
  • 25. Oma: Tjorben hat Recht. Ich brauche etwas um im Notfall telefonieren zu können. Mehr nicht. Aber ja, du hast schon Recht Heinz. Ich habe mein ganzes Leben lang hart für dieses Land gearbeitet, und was gibt es jetzt dafür: Eine schallende Backpfeife des Staates indem ich eine Rente bekomme, die mir nicht reicht. Möchte noch jemand Schokopudding?
  • 26. Heinz: Eben, dafür gibt’s jetzt ne mickrige Rente und die Flüchtlinge bekommen alles ohne etwas für das Land getan zu haben. Die Flüchtlinge werden wie Könige empfangen, und die Deutschen sind das Personal und werden nichtmal entlohnt oder hören ein Dankeschön.
  • 27. Tjorben: Der politische Diskurs ist sehr kontrovers. Dennoch sollten wir sachlich bleiben. Die Flüchtlinge bekommen kein Handy, sondern können sich von dem Taschengeld, welches sie bekommen, ein Handy kaufen. Dieses Geld steht zur freien Verfügung. Außerdem ist ein Handy sehr wichtig. Stellt euch mal vor, ihr seit so weit von zuhause weg und musstet Verwandte und Freunde in der Heimat lassen. Da wäre es auch mein Ziel, ein Gerät zu haben, mit dem ich mit meinen Liebsten in Kontakt bleiben kann. Du hast doch auch ein Smartphone Heinz. Gönnst du das anderen nicht?
  • 28. Heinz: Hmmpf… und diese neuen Flüchtlingsheime. Neubauten, topmodern, und wir müssen im Plattenbau aus den 80ern leben.
  • 29. Tjorben: Gibt’s noch Schokopudding? Das Thema brauchen wir heute Abend nun wirklich nicht anschneiden.
  • 30. Oma Hilde: Tjorben hat Recht. Heinz, reg dich nicht auf, und mach mal mein Geschenk für dich auf.
  • 31. Heinz: Die Anti-Raucherkur. Danke Oma Hilde, du hast dran gedacht. Ich hoffe, ich kann mich dazu aufraffen. Auch wenn ich die Raucherpausen mit meinen Kollegen vermissen werde. Raucher sind einfach die kommunikativeren Menschen. Aber meine Gesundheit ist mir wichtig. Danke Hilde.
  • 32. Oma Hilde: Ja, das ist auch mir sehr wichtig, denn du sollst nicht auf eines dieser Fotos auf den Zigarettenschachteln landen
  • Heinz: Ach, diese Propaganda auf den Zigarettenschachteln. Der lässt mir nicht mal mehr die Freiheit Zigaretten zu genießen.Ein normaler Mensch braucht auch keinen Psychater.
  • 33. Heinz: Schau mal, hier ist mein Geschenk Tjorben. Ich hoffe es gefällt dir.
  • 34. Tjorben: (raschel) Oh, Gta 5 danke Heinz, das hab ich mir wirklich sehr gewünscht.
  • 35. Oma Hilde: Ach du meine Güte,…das ist doch immer das gleiche… ist meine Gans noch im Ofen?
  • 36. Heinz: Nein, du hast ihn vorhin ausgestellt.
  • 37. Oma Hilde: Stimmt, aber Tjorben, das spielst du mir nicht so oft. Diese Spiele machen agressiv und gewalttätig.
  • 38. Tjorben: Ach, ihr älteren Leute habt doch keine Ahnung von digitalen Medien. Das stimmt nicht, das fördert sogar die Geschicklichkeit.
  • 39. Heinz: Das kannst du auch gut gebrauchen. Dann kannst du mal zu mir in den Schützenverein kommen.
  • 40. Tjorben: Naja, in diesen Altherrenverein möchte ich dann doch nicht. Ich muss euch übrigens noch was sagen. Jelena ist im 3. Monat schwanger.
  • 41. Oma: Och, was für schöne Nachrichten. Jetzt werde ich sogar Uroma!
  • 42. Heinz: Waas? Hat die in ihrer Heimat nicht gelernt zu verhüten?
  • 43. Oma: Heinz, jetzt reicht es aber. Ich freue mich sehr darüber.
  • 44. Heinz: Ihr treibt ja hoffentlich ab.
  • 45. Oma: Heinz! Abtreibung ist Mord!
  • 46. Tjorben : Jelena und ich sind glücklich. Wir freuen uns auf das Kind. Onkel Heinz, ich bin gerade wirklich geschockt.
  • 47. Heinz: Es reicht mir jetzt für heute Abend. Ich setz mich vor den Fernseher.
  • 48. Oma: Gute Idee, es kommt ja sowieso die Weihnachtsansprache.
  • 49. Heinz: Ohje, schon wieder so ein verlogener…
  • 50. Oma: Aber Tjorben, ich freue mich. Darauf müssen wir mal gemeinsam mit deiner Freundin anstoßen.
  • 51. Heinz: Und hier auch nur dieses politische Geschwätz. Die da oben machen doch sowieso nur was sie wollen.
  • 52. Oma: Ja, man fühlt sich heutzutage schon etwas machtlos.
  • 53. Tjorben: Jeder kann etwas bewegen. Denkt an meine Aktion beim Castor-Transport…
  • 54. Heinz: Blödsinn, du hast den Ablauf verzögert, aber nichts verändert…
  • 55. Tjorben: Ja, aber allein die Aufmerksamkeit zu erregen, bringt meistens auch schon etwas
  • 56. Heinz: Ihr grünen Hüpfer immer…
  • 57. Tjorben: So lasse ich nicht mit mir reden.
  • 58. Oma: Hört doch auf zu streiten. Ist doch eh alles schon zu spät…
  • 59. Tjorben: Das ist genau die falsche Einstellung.
  • 60. Heinz: Ja es ist zu spät.

  • Intro- und Outro
  • Überschrift:
  • Popul X-Mas – Ein Multiplayer-Spiel zur Sicherung des Familienfriedens in einer Welt voll
  • populistischer Möglichkeiten
  • Ein Spiel von
  • ……
  • …..
  • ….
  • ….
  • Spielhergang:
  • Die Spieler verbringen eine Weihnachtsfeier im Kreise der Familie Sumsilu-Pop.
  • Oma Hilde Sumsilu-Pop:
  • • 80 Jahre alt
  • • Hat 40 Jahre in der Textilfabrik „Roter Knopf“ gearbeitet
  • • Verbringt Ihre Rentenzeit gerne im eigenen Garten
  • Onkel Heinz Sumsilu-Pop:
  • • 50 Jahre alt
  • • Arbeitet als Mechaniker in der Autowerkstatt „Brumm“
  • • Ist begeisterter Sportschütze, und verbringt den Feierabend gerne im Sportschützenclubheim
  • Enkelssohn Tjorben Sumsilu-Pop:
  • • 27 Jahre alt
  • • Student der Philosophie
  • • Mitglied der Jungen Grünen und bei Greenpeace
  • • Liebslingsbeschäftigung: Umweltschutzaktionen durchführen
  • • Sein letztes Projekt: Abseilen von der Brücke um einen Castor-Transport auf dem Neckar zu stoppen.
  • Mutter Hannelore Sumsilu-Pop:
  • • 48 Jahre alt
  • • Schulsekretärin in der Hilde-Maite-Realschule Güldenwerth
  • • Strickt und Häkelt für ihr Leben gerne
  • • …gedankenverloren bekommt sie manchmal gar nichts von ihrer Umwelt mit, und verpasst so manche hitzige Diskussion der Familie
  • In der Familie Sumsilu-Pop sind sehr unterschiedliche Meinungen und Ausrichtungen vertreten. Dies führt häufig zu Meinungsverschiedenheiten und einer unangenehmen Gesprächsatmosphäre.
  • Rette du Weihnachten bei den Sumsilu-Pops, und schaffe eine harmonische Weihnachtsatmosphäre!
  • Ziel ist es, die Familienmitglieder davon abzuhalten, populistisches Gedankengut zu verbreiten.
  • Die Stimmung darf nicht kippen!
  • Spielablauf:
  • Die Familie unterhält sich. Jedes Mal, wenn du denkst, ein Familienmitglied äußert eine
  • populistische Meinung drückst du den „Jetzt reicht`s“-Button.
  • Damit kannst du Punkte sammeln.
  • Drückst du jedoch bei einer Aussage, die nicht populistisch ist, störst du den Familienfrieden
  • ohne Grund, und erhältst Minuspunkte.
  • Zum Ende des Spiels kannst du dich mit deinen Mitstreitern vergleichen. Die Person mit dem
  • höchsten Wert, gewinnt.
  • Ende:
  • Dieses Spiel wurde innerhalb des bpb:game jam 2017 ausgearbeitet.
  • Der bpb:game jam ist eine Veranstaltungsreihe der Bundeszentrale für politische Bildung.
  • Ziel ist es, digitale Spiele der politischen Bildung zu entwickeln. Dazu laden wir rund 50
  • Spieleentwickler und alle die es werden wollen ein, um innerhalb von drei Tagen zu
  • diskutieren, Ideen zu entwerfen und spielbare Prototypen zu entwickeln.
projekte2017/weihnachtsbaum.txt · Zuletzt geändert: 30.07.2017 17:07 von holgerbecker