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Material der bpb zum Thema Populismus

Die bpb bietet vielfältige Plattformen, um aktuelle Debatten widerzuspiegeln. Hierfür reichen Fachkundige beispielsweise Essays ein, deren Ausführungen mit der Position der bpb nicht zwingend übereinstimmen. Es folgen Auszüge aus unserem reichhaltigen Fundus zum Themenkomplex Populismus:

Das junge Politik-Lexikon: Populismus
„Populisten behaupten oft, einfache Lösungen für komplizierte politische Fragen zu haben. Populisten bedienen gewisse Stimmungen im Volk, um sich beliebt zu machen und dann auch gewählt zu werden.“

Was versteht man unter „Populismus“?
„So schillernd der Begriff ‚Populismus‘ ist, so ist er kaum präzise oder gar eindeutig. Man findet ihn immer wieder in medialen und politischen Alltagsdiskursen. Er wird als Bezeichnung für die verschiedensten historischen und aktuellen Parteien, Bewegungen und Politiker genutzt, gleich welcher politischen Ausrichtung. Offenbar gibt es rechte Populisten genauso wie linke.“

Populismus: Erscheinungsformen, Entstehungshintergründe und Folgen eines politischen Phänomens
„Populismus basiert auf einer romantisierten Vorstellung des ‚Volkes‘, das als eine mehr oder minder homogene Masse angesehen wird. Das ‚Volk‘, von dem Populisten sprechen, ist nicht mit der realen ‚Bevölkerung‘ zu verwechseln, sondern stellt ein Idealbild dar, das Identität schaffen und Zugehörigkeit vermitteln soll. Der komplexe Aufbau moderner Gesellschaften in Form von Schichten und Milieus und die damit zusammen hängenden unterschiedlichen Interessenlagen werden geleugnet. Stattdessen schreiben Populisten dem nicht näher bestimmbaren ‚Volk‘ moralische Werte und Tugenden zu – so kommen die Chiffren vom ‚anständigen Bürger‘ und vom hart arbeitenden ‚kleinen Mann‘ zustande.“

Wesensmerkmale des Populismus
„Aus populistischer Sicht ist der ‚gesunde Menschenverstand‘ dem Reflexionswissen von Intellektuellen nicht nur ebenbürtig, sondern überlegen, weil er auf konkreter, lebensweltlicher Erfahrung beruhe, noch nicht vom Virus des modernen Skeptizismus infiziert sei und daher noch einen unverfälschten, ‚gesunden‘ Zugang zu Recht und Wahrheit habe.“

Recht A-Z: Widerstandsrecht
„In der Geschichte des Widerstandsrechts haben sich bestimmte Kriterien für einen legitimen Widerstand gegen ein Unrechtssystem herauskristallisiert […] Es muss sich um einen Akt sozialer Notwehr gegenüber einer verbrecherischen Obrigkeit, der das Unrecht ‚auf der Stirn geschrieben‘ steht, handeln. Das ist insbesondere dann anzunehmen, wenn die Staatsmacht fundamentale Grund- und Menschenrechte ungeschützt lässt oder selbst verletzt.“

Wer wählt warum die AfD? Eine Analyse der Daten zu den Landtagswahlen 2017
„Im Saarland meinten 42 Prozent der Parteianhänger, sie hätten in ihrem Leben weniger als ihnen zustünde […] Diverse Studien haben deutlich gemacht, dass die AfD-Wähler in vielen Fragen weit rechts von der Durchschnittsmeinung in der Gesellschaft stehen. […] Einschlägige Einstellungen kann die Partei dann gut mobilisieren, wenn bestimmte Themen die öffentliche Wahrnehmung dominieren. Dazu gehört allen voran aktuell die ‚Flüchtlingsfrage‘.“

Warum Medien wichtig sind: Funktionen in der Demokratie
„Öffentliche Meinung kann aber […] auch als eine herrschende Meinung verstanden werden, an die Menschen sich anpassen müssen, wenn sie sich nicht isolieren möchten. So geht das Modell der Schweigespirale davon aus, dass Menschen weniger bereit sind sich öffentlich zu äußern, wenn sie sich in der Minderheit fühlen.“

die_da_oben.txt · Zuletzt geändert: 22.06.2017 16:46 von spartoshoar